Zum Inhalt springen
0176 16 0519 88

Gasgeruch in der Wohnung: Was in München zu tun ist – und wen Sie nicht anrufen

· Seibel365 München

Mann telefoniert im Winter vor dem Haus – bei Gasgeruch von draußen anrufen, München
KI-generiertes Symbolbild

Warum Erdgas überhaupt riecht

Erdgas ist von Natur aus geruchlos. Damit ein Leck nicht unbemerkt bleibt, setzen Netzbetreiber dem Gas ein Odoriermittel zu, das schon in winzigen Konzentrationen stechend, faulig oder nach verdorbenen Eiern riecht – lange bevor eine zündfähige Menge erreicht ist. Dieser Geruch ist ein Alarmsignal, kein Komfortproblem. In München betreibt die SWM Infrastruktur als Netzbetreiber rund 6.000 Kilometer Erdgasleitungen; viele Altbauwohnungen in Haidhausen, Giesing oder der Isarvorstadt haben eine eigene Gastherme, in Küchen stehen Gasherde.

Die Reihenfolge, die Leben schützt

  1. Fenster und Türen weit öffnen – Durchzug schaffen, soweit das ohne Umweg möglich ist.
  2. Keine Funken. Keinen Lichtschalter betätigen, nicht klingeln, keinen Stecker ziehen, kein Feuerzeug, kein Handy im Raum benutzen. Auch Kühlschrank oder Heizung dürfen nicht ein- oder ausgeschaltet werden.
  3. Gashahn schließen, wenn er gefahrlos erreichbar ist: bei der Etagenheizung der Absperrhahn an der Therme oder am Gaszähler in der Wohnung, im Mehrfamilienhaus der Hauptabsperrhahn, meist im Keller am Hausanschluss. Nicht danach suchen, wenn der Geruch stark ist.
  4. Gebäude verlassen. Nachbarn durch Klopfen und Rufen warnen, nicht durch Klingeln; den Aufzug nicht benutzen.
  5. Von draußen anrufen: den Entstördienst des Gasnetzbetreibers – in München der M-Sicherheitsservice der Stadtwerke, im Umland der jeweilige örtliche Netzbetreiber – oder bei starkem Geruch, Zischen oder Unwohlsein die Feuerwehr unter 112.
  6. Draußen bleiben, bis Netzbetreiber oder Feuerwehr das Gebäude freigegeben haben.

Warum das kein Fall für den Sanitär-Notdienst ist

Die Partnerbetriebe, die Seibel365 in München vermittelt, arbeiten an Wasser, Abwasser und Heizung. Ein vermutetes Gasleck gehört zuerst in die Hände des Netzbetreibers, der die Leitung misst, abstellt und absichert – mit Ausrüstung und Befugnissen, die ein Installateur nicht hat. Erst wenn das Leck lokalisiert und die Gefahr gebannt ist, kommt der Fachbetrieb ins Spiel: Er repariert die Hausinstallation hinter dem Zähler, prüft die Therme oder den Herdanschluss und nimmt die Anlage wieder in Betrieb. Seibel365 vermittelt einen solchen Betrieb aus dem Partnernetzwerk, sobald die Freigabe des Netzbetreibers vorliegt; die Kosten werden vor Beginn mit dem Betrieb geklärt.

Vorbeugen: Wartung, Lüftung, Melder

  • Gasthermen und Etagenheizungen einmal im Jahr warten lassen – gerade in Altbauten, in denen die Anlage älter ist als die letzte Sanierung des Bads.
  • Lüftungsöffnungen für die Therme nie abkleben oder zustellen, auch nicht beim Dämmen.
  • Gasschläuche am Herd auf Alter und Risse prüfen, beim Umzug erneuern.
  • Einen CO-Melder im Raum mit der Therme anbringen: Kohlenmonoxid entsteht bei schlechter Verbrennung, ist geruchlos und wird vom Odoriermittel nicht angezeigt – eine andere Gefahr, aber oft dieselbe Anlage.

Eine Heizung, die nach der Freigabe nicht mehr anspringt, ist dagegen ein Fall für die Vermittlung: Heizungsnotdienst für München.

‹ Alle Beiträge im Ratgeber

Wasserproblem?
Wir sind für Sie erreichbar.

Sanitär-Notdienst in ganz München – 24 Stunden, auch am Wochenende.

Jetzt anrufen0176 16 0519 88
Jetzt anrufen: 0176 16 0519 88