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Kein warmes Wasser in München? So finden Sie heraus, welches System streikt

· Seibel365 München

Hand prüft das Wasser aus dem Hahn, dahinter ein Warmwasserspeicher – kein warmes Wasser in München
KI-generiertes Symbolbild

Welches System versorgt Ihre Wohnung?

Bevor Sie nach der Ursache suchen, lohnt ein Blick darauf, wo das warme Wasser überhaupt herkommt. In München sind vier Varianten verbreitet:

  • Durchlauferhitzer: ein Kasten direkt im Bad oder unter der Spüle, der elektrisch erwärmt. Typisch für Nachkriegs-Zeilenbauten in Sendling-Westpark, Laim, Hadern oder Moosach, in denen jede Wohnung ihr eigenes Gerät hat.
  • Gas-Kombitherme: heizt und bereitet Warmwasser im Durchlauf. Häufig als Etagenheizung in den Altbauten von Haidhausen, Giesing und der Maxvorstadt.
  • Zentraler Speicher: ein Warmwasserspeicher im Keller, geladen von der Heizungsanlage des Hauses, mit Zirkulationsleitung zu den Wohnungen.
  • Fernwärme-Übergabestation: in den Fernwärmegebieten der Innenstadt und in Siedlungen wie Neuperlach wird das Warmwasser zentral über den Wärmetauscher der Station bereitet.

Typische Ursachen – je nach System

Durchlauferhitzer

Kommt gar nichts Warmes, ist oft eine Sicherung gefallen – ein Blick in den Sicherungskasten genügt. Hat dagegen der Sicherheitstemperaturbegrenzer im Gerät ausgelöst, gehört das Zurücksetzen in die Hand eines Fachbetriebs, denn dafür muss das Gehäuse geöffnet werden. Wird das Wasser nur lauwarm, ist in München meist Kalk im Spiel: Der Heizblock ist zugesetzt, oder ein verkalkter Perlator lässt zu wenig Wasser durch, sodass ein hydraulisch gesteuertes Gerät erst gar nicht einschaltet. Perlator reinigen, dann weitersehen.

Gastherme

Störcode ablesen und notieren, Wasserdruck am Manometer prüfen, Zündung beobachten: Zündet die Therme beim Aufdrehen des Hahns nicht, kann die Elektrode, der Durchflusssensor oder die Gaszufuhr Ursache sein. Ein verkalkter Plattenwärmetauscher äußert sich durch Wasser, das kurz heiß wird und dann abkühlt, weil die Therme wegen Überhitzung abschaltet.

Zentraler Speicher und Fernwärme

Hier sind Sie selten allein betroffen – fragen Sie die Nachbarn. Steht die Heizung im Sommerbetrieb, muss die Speicherladung trotzdem aktiv sein. Ein defekter Temperaturfühler, eine stehende Zirkulationspumpe oder ein verschlissenes Ladeventil lassen den Speicher auskühlen; bei Fernwärme kann die Störung im Netz liegen, worüber der Störungsdienst der Stadtwerke Auskunft gibt, oder in der Hausanlage hinter der Übergabestation, für die der Eigentümer verantwortlich ist. Dauert es morgens lange, bis warmes Wasser ankommt, ist die Zirkulation das Problem, nicht die Erzeugung.

Legionellen: Warum Absenken keine Sparidee ist

Warmwasserspeicher sollen am Speicherausgang mindestens 60 °C erreichen, und die Zirkulation darf nicht über längere Zeit stillstehen. Wer die Temperatur dauerhaft absenkt, um Energie zu sparen, schafft im Speicher genau das lauwarme Milieu, in dem sich Legionellen vermehren. Nach längerer Abwesenheit alle Warmwasserhähne einmal heiß durchlaufen lassen; in Mehrfamilienhäusern mit zentralem Speicher ist die regelmäßige Untersuchung Sache der Hausverwaltung.

Im Mietshaus: erst die Verwaltung

Fällt die zentrale Warmwasserversorgung aus, ist die Hausverwaltung die erste Adresse – sie kennt die Anlage und den Wartungsbetrieb. Ist niemand erreichbar oder betrifft es den eigenen Durchlauferhitzer oder die eigene Therme, vermittelt Seibel365 einen Heizungs- oder Sanitärbetrieb aus dem Partnernetzwerk, der in München unterwegs ist. Was Entstörung oder Entkalkung kosten, erfahren Sie vom Betrieb, bevor er anfängt. Mehr dazu unter Heizungsnotdienst für München.

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