
Ein dunkler Fleck an der Decke, der im Lauf eines Abends größer wird; ein Rauschen hinter der Badfliese, obwohl kein Hahn offen ist; Wasser, das unter der Küchenzeile hervorquillt – so beginnt ein Rohrbruch meistens. Wer dann in der richtigen Reihenfolge handelt, begrenzt den Schaden erheblich.
Die Reihenfolge, die zählt
- Wasser absperren. Zuerst das nächstgelegene Ventil – Eckventil unter dem Waschbecken, Absperrung am Steigstrang –, wenn das nicht reicht, den Haupthahn des Hauses.
- Strom im Nassbereich abschalten. Sicherungen für den betroffenen Raum herausnehmen, bevor jemand mit nassen Füßen an Steckdosen oder Lampen gerät. Tropft es aus einer Deckenleuchte, den ganzen Stromkreis abschalten.
- Druck aus der Leitung nehmen. Nach dem Absperren einen Hahn unterhalb der Leckstelle öffnen – dann läuft weniger nach.
- Wasser aufnehmen. Eimer, Handtücher, Nasssauger; Möbel von der Wand rücken, Teppiche hochnehmen.
- Nachbarn und Hausverwaltung informieren. Im Mietshaus betrifft ein Bruch im Steigstrang alle Wohnungen übereinander – die Wohnung darunter merkt es oft zuerst.
- Fotos machen, bevor aufgeräumt wird: Leckstelle, Pfützen, beschädigte Möbel, Zählerstand.
Wo der Haupthahn in München sitzt
Im Mehrfamilienhaus liegt der Hausanschluss fast immer im Keller, meist in dem Raum, in dem auch der Wasserzähler der Stadtwerke hängt – im Gründerzeit-Blockrand von Maxvorstadt, Westend oder Haidhausen häufig im Kellergang an der Straßenseite, weil die Leitung von dort hereinkommt. In Nachkriegs-Zeilenbauten wie in Laim oder Sendling-Westpark gibt es oft je Hauseingang einen eigenen Anschluss. Im Einfamilienhaus in Trudering oder Solln ist es der Hausanschlussraum oder die Garage. Jede Mieterin und jeder Mieter sollte den Weg dorthin einmal gegangen sein, bevor es ernst wird; Hausverwaltungen tun gut daran, den Standort im Treppenhaus auszuhängen. In vielen Wohnungen gibt es zusätzlich Absperrventile für Kalt- und Warmwasser in einem Schacht im Bad oder hinter einer Revisionsklappe.
Warum Leitungen in München brechen
Die Stadtwerke liefern das Wasser mit 3 bis 7 bar ans Haus, in der Niederzone am oberen Ende dieser Spanne. Ohne Druckminderer belastet das alte Installationen dauerhaft, und jeder Druckstoß durch schnell schließende Armaturen oder Waschmaschinenventile arbeitet an Lötstellen und Verschraubungen. Dazu kommt das harte Wasser: In verzinkten Stahl-Steigleitungen aus den Nachkriegsjahrzehnten lagern sich Kalk und Rost ab, der Querschnitt wird enger, die Wand von innen dünner – bis sie an einer Schwachstelle nachgibt. Frost an Außenwänden und ungedämmten Dachgeschossen ist die dritte typische Ursache, verdeckte Fehler an Pressverbindungen die vierte.
Was der Partnerbetrieb danach tut
Ein Installateur aus dem Seibel365-Partnernetzwerk ortet das Leck zunächst, statt Fliesen aufs Geratewohl zu öffnen – mit Feuchtemessung, Thermografie oder akustischer Ortung. Danach wird die Stelle provisorisch abgedichtet oder das Rohrstück ausgetauscht, damit das Wasser im Haus wieder laufen kann. Seibel365 selbst hat in München keine eigenen Monteure, sondern vermittelt den Betrieb; was Ortung und Reparatur kosten, bespricht dieser mit Ihnen, bevor er anfängt. Wie es nach der Abdichtung mit Trocknung und Dokumentation weitergeht, lesen Sie unter Wasserschadenhilfe für München.
