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Tropfender Hahn, laufender Spülkasten: Münchner Kalk als Dauertäter

· Seibel365 München

Tropfender Wasserhahn, im Hintergrund das WC – tropfende Armatur in München

Woher kommt das Tropfen?

Ein Wasserhahn, der nachts alle paar Sekunden auf das Waschbecken tickt, hat in München fast immer dieselbe Ursache: Kalk. Mit 15,8 °dH setzt das harte M-Wasser winzige Kristalle auf Dichtflächen ab, und mit 3 bis 7 bar Netzdruck – in der Niederzone eher am oberen Ende – drückt das Wasser durch jeden Spalt, der dadurch entsteht. Wo es tropft, verrät, welches Teil betroffen ist:

  • Am Auslauf, obwohl der Hahn zu ist: Beim Zweigriffhahn ist die Ventildichtung im Oberteil verschlissen, beim Einhebelmischer die Keramikkartusche.
  • Am Hebel oder unter dem Griff: O-Ringe oder die Kartuschendichtung zum Gehäuse sind hart geworden.
  • Unter dem Waschbecken: Anschlussschlauch oder Eckventil sind undicht – das ist dringlicher, weil hier das Wasser in den Schrank läuft.

Was Sie selbst tauschen können

Vor jedem Handgriff das Eckventil unter dem Becken schließen und kurz den Hahn öffnen, um den Druck abzulassen. Beim Zweigriffhahn lässt sich das Ventiloberteil mit einem Maulschlüssel herausdrehen und die Dichtung ersetzen. Beim Einhebelmischer geht es ebenfalls: Abdeckkappe ab, Hebelschraube lösen, Haltering abschrauben, Kartusche herausziehen und eine passende Ersatzkartusche einsetzen. Entscheidend ist, die alte Kartusche mitzunehmen oder das Modell zu kennen – Größen und Rastungen unterscheiden sich.

Eine Grenze gibt es bei Unterputz-Armaturen und Thermostatbatterien in der Dusche. Dort sitzt die Technik in der Wand, der Austausch erfordert Spezialwerkzeug, und bei falschem Zusammenbau läuft das Wasser hinter die Fliese. Ebenso vorsichtig: alte Eckventile, die seit Jahrzehnten nicht mehr bewegt wurden. Lassen sie sich nicht leicht drehen, keine Gewalt anwenden – ein abgebrochenes Eckventil ist ein Rohrbruch im Kleinen. In Mietwohnungen gehört ein undichtes Eckventil ohnehin in die Hände der Hausverwaltung.

Der Spülkasten, der nicht aufhört

Läuft ständig ein dünner Wasserfaden ins WC, sind zwei Bauteile verdächtig. Das Füllventil mit Schwimmer schaltet das Nachfüllen ab – hängt der Schwimmer oder ist das Ventil verkalkt, läuft Wasser über das Überlaufrohr in die Schüssel. Das Ablaufventil, die Heberglocke, dichtet den Kasten nach unten ab – liegt Kalk auf dem Dichtsitz oder ist die Dichtung spröde, sickert Wasser dauerhaft durch. Ein einfacher Test: ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe in den Kasten geben, nicht spülen und nach einer halben Stunde nachsehen, ob sich die Schüssel verfärbt hat. Ja: Ablaufventil. Nein, aber der Kasten läuft über: Füllventil.

Beim Aufputzkasten, wie er in den Nachkriegs-Zeilenbauten von Sendling-Westpark, Laim oder in der Blumenau noch häufig hängt, nimmt man den Deckel ab und hat beide Teile vor sich; Dichtungen gibt es als Ersatz, ein Entkalken mit Zitronensäure hilft oft schon. Beim Unterputzkasten im sanierten Altbad geht der Zugang über die Betätigungsplatte – möglich, aber filigran. Wer dort unsicher ist, dreht die Absperrung im Kasten zu und ruft einen Fachbetrieb.

Warum es sich lohnt, nicht zu warten

Ein Hahn, der tropft, und ein Kasten, der läuft, ziehen Tag und Nacht Wasser, das über Wasser- und Abwassergebühr abgerechnet wird; im Mehrfamilienhaus trägt die ganze Hausgemeinschaft das mit, bis der Verursacher gefunden ist. Für Einhebelmischer, Unterputztechnik oder festsitzende Eckventile vermittelt Seibel365 Ihnen einen Installateurbetrieb aus dem Partnernetzwerk in München; die Kosten für den Einsatz klärt der Betrieb mit Ihnen, bevor er beginnt. Weitere Einsätze rund um Armaturen finden Sie unter Klempner für München.

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